Es war einmal, vor langer langer Zeit....
es war so um die Jahre 1983 und 1984, in denen die Vorstandschaft des MC Weilheim ernsthaft begann, sich mit dem BMX-Sport zu beschäftigten. Und wer sollte es anders gewesen sein, als Fritz Bentenrieder, der in seiner Eigenschaft als MC-Vorstand und Stadtrat mit der Stadt Weilheim erste Verhandlungen aufnahm und erfolgreich zum Abschluss brachte.
1988 war es dann soweit, es wurde durch die Stadt Weilheim mit dem Bau einer B-Bahn in der Au begonnen, diese wurde am 20. September durch den damaligen 1. Bürgermeister Dr. Johann Bauer eröffnet. Zwangsläufig folgte die Gründung einer BMX-Jugendgruppe im MC Weilheim am 21.4.1989. Treibende Kraft war Franz Zaha, der auch erster BMX-Trainer der jungen Mannschaft war.
Bald reichten die regionalen Wettkämpfe im ADAC-Südbayern den mittlerweile sehr erfolgreichen BMX-lern nicht mehr. 1993 trat man dem Bayerischen Radsportverband bei und konnte so erstmalig am lizenzierten Wettkampf teilnehmen, das heißt an bundesoffenen BMX-Rennen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), an Deutschen Meisterschaften oder auch internationalen Rennen.
Jetzt war ein weiterer Meilenstein erreicht. Wolle man im Lizenzbereich erfolgreich sein, so musste ein entsprechender BMX-Track in Weilheim entstehen. Nun hiess es die Ärmel hochzukrempeln! In Eigenleistung, mit großer Unterstützung durch die Stadt Weilheim, dem ADAC, dem MCW und vieler Weilheimer Firmen, die dieses Unternehmen finanziell unterstützten, wurde im Jahr 1995 der Neubau bewältigt.
Die positive Entwicklung im BMX-Bereich führte am 12. Januar 1996 dazu, dass in der Jahreshauptversammlung des MCW beschlossen wurde, das „BMX-Team Weilheim“ als eigenständige Abteilung zu führen. Als Abteilungsvorstand wurden Harald Kellermann, und als dessen Stellvertreter Markus Gesche ins Amt gewählt. Im Sommer 1996 folgte dann auch die offizielle Eröffnung der „Neuen“ durch den damals amtierenden 1. Bürgermeister Klaus Rawe.
Im Jahr 1998 konnte man auf erfolgreiche „10-Jahre BMX“ in Weilheim zurückblicken. Mit dem Motoport-Bundesliga-Team (Maxi Bischl, Thomas Gallinger, Tobi Reindl, Flo Ruffing, Thorsten Stranninger) schickte man erstmals eine Mannschaft ins Rennen.
Seit 1994 nahmen die Weilheimer Fahrer ohne Unterbrechung an den BMX-Europameisterschaften teil. Jetzt, 1999, waren aber erstmals mit Michi Müller und Stefan Schneider, zwei Fahrer bei einer Weltmeisterschaft, und zwar in Valett/Frankreich angetreten. Die Erinnerungen daran sorgen auch heute noch für eine Gänsehaut: 10 – 15.000 Zuschauer (pro Tag!), super Stimmung und nicht zuletzt der Back-Flip von Todd Lyons waren einzigartig!
Neben vielen erreichten Titeln, Oberbayerischen Meistern, Bayerischen Meistern und auch Deutschen Meistern, war es im Jahr 2000 soweit: mit Vinzenz Müller erreichte erstmals ein Weilheimer Fahrer den Finallauf einer Europameisterschaft und belegte den 6. Platz, und das im Mutterland des europäischen BMX, in Mandeure/Frankreich.
Wachwechsel in der Abteilungsleitung: Helmut Müller führt nun die Geschicke der Weilheimer BMX-Cracks, unterstützt von „Vize“ Reiner Sehr.
Einen weiteren Paukenschlag gab es dann 2002, bei der BMX-Europameisterschaft im fränkischen Esselbach an der 16 Weilheimer Fahrer teilnahmen: Laura Grimm belegte einen hervorragenden 3. Platz und sicherte sich so EM-Bronze.
Bisheriger Höhepunkt auf dem BMX-Track in der Au: der 3. und 4. Bundesligalauf am 14./15. Juni 2003 und somit die gesamte deutsche BMX-Szene zu Gast in Weilheim.
2003 waren es die Grimms alleine, die die Weilheimer Farben in Valett/Frankreich vertraten. Und erneut war es Laura, die mit einem 4. Platz zeigte, dass sie bereits jetzt schon zu den ganz Großen ihrer Zunft gehört. Schwester Sarah stand ebenfalls im Finale und belegte den 7. Platz.
Das Jahr 2004 sollte in die Geschichte des BMX-Team Weilheim eingehen. Michael Huber holte in der Klasse 17+ den Europameistertitel in Klatovy. Dann folgte die Krönung bei der DM in Weiterstadt, sechs Titel gingen an unser Team, das gab’s noch nie! Den Auftakt machten Jakob Bernhart in der Klasse U9 und Severin Lehner in der Klasse U11, beide gewannen souverän. Dann war endlich mal die Zeit für Michi Müller gekommen, er dominierte die Klasse Jugend nach Belieben und gewann Gold. In der Junioren-Klasse schlug Michi Huber 2 mal zu, und zwar in den Klassen 20- und 24-Zoll, bevor Bruder Markus in der Königsklasse Elite siegte.
Auch 2005 zeigten unsere Fahrer hervorragende Leistungen. Mit Jakob Bernhart und Severin Lehner standen beide in den Klasse Boys 9, bzw. 11 in den Halbfinals der Europameisterschaft in Echichens/Schweiz und erreichten in der Gesamtwertung den 11. bzw. 13. Platz. Bei der Weltmeisterschaft in Paris/Bercy stand Severin Lehner im Halbfinale und erreichte in der Gesamtwertung einen hervorragenden 13. Platz. Bei der DM in Betzingen konnte Jakob Bernhart seinen Titel verteidigen. Endlich mal auf dem Treppchen stand Benedikt Sehr, er wurde Dritter, ebenso wie Simone Hain.
Und die schöne Geschichte ging auch 2006 weiter. In den Nachwuchsklassen dominierten Jakob Bernhart, Severin Lehner und Fabian Lehner in den jeweiligen Klassen. Aber auch international ließen sie aufhorchen und sorgten für echte Überraschungen. Jakob und Severin immer wieder in den Finals. Den Vogel aber schoss Fabian ab! Er erkämpfte sich in Betzingen beim 4. EM-Lauf einen hervorragenden 2. Platz, und toppte das Ganze dann in Sopron/Ungarn, indem er einen EM-Lauf gewann. Erstmals seit Jahren starteten keine Weilheimer bei der EM (Cheddar/England) und bei der WM (Sao Paolo/Brasilien), schade eigentlich!
......... und wenn sie nicht gestorben sind, dann siegen sie auch morgen!
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